Mikroplastik und Lipödem
- Stephanie Schütte
- 26. Dez. 2025
- 7 Min. Lesezeit
Warum reagiert dein Körper sensibler – und wie entlastest du ihn jetzt?

Spürst du trotz bewusster Ernährung, Sport und Kompression immer wieder Schwellungen, Spannungsgefühle oder Schmerzen in den Beinen – und fragst dich, warum dein Körper scheinbar „nicht mitspielt“? Dann lohnt sich ein Blick auf einen Faktor, der oft übersehen wird: Mikroplastik.
Warum hormonelle Prozesse eine zentrale Rolle spielen
Was sagt die aktuelle Studienlage wirklich?
Mikroplastik im Alltag
Praktisches Tool: Inhaltsstoffe per App prüfen
Warum Lipödem-Gewebe anders reagiert als „normales“ Fettgewebe
Endokrine Disruptoren verständlich erklärt
Entzündung als Verstärker
Lymphsystem & Immunsystem
Mikroplastik im Alltag – warum die Summe zählt
Pflege & Supplements
Fazit: Mikroplastik und Lipödem bewusst angehen
Deine nächsten Schritte
Mikroplastik ist längst kein reines Umweltthema mehr. Immer mehr Studien zeigen, dass Kunststoffpartikel im menschlichen Körper nachweisbar sind. Gerade im Zusammenhang mit Mikroplastik und Lipödem wird deutlich, warum manche Frauen deutlich sensibler reagieren als andere – obwohl sie „eigentlich alles richtig machen“.
Denn Lipödem ist keine einfache Fettverteilungsstörung. Es ist ein komplexes systemisches Zusammenspiel aus Hormonen, Entzündung & Lymphsystem. Treffen zusätzliche Belastungen auf diese sensiblen Strukturen, kann das bestehende Symptome verstärken. Genau hier setzt das Thema Mikroplastik und Lipödem an.
Mikroplastik und Lipödem – warum hormonelle Prozesse eine zentrale Rolle spielen
Lipödem-Fettgewebe reagiert besonders empfindlich auf hormonelle Reize, vor allem auf Östrogen. Dieses Hormon beeinflusst unter anderem die Fettzellaktivität, Wassereinlagerungen und die Durchlässigkeit von Gefäßen.
Studien zu Mikroplastik zeigen, dass viele Kunststoffpartikel sogenannte endokrine Disruptoren enthalten. Das sind Stoffe, die Hormon ähnlich wirken oder hormonelle Signalwege stören können. Im Kontext von Mikroplastik und Lipödem ist das besonders relevant, da Lipödem-Gewebe hormonelle Signale nicht nur wahrnimmt, sondern oft verstärkt darauf reagiert.
Das bedeutet nicht, dass Mikroplastik Lipödem verursacht. Aber es kann bestehende hormonelle Ungleichgewichte verstärken – vor allem dann, wenn mehrere Belastungsfaktoren zusammenkommen.

Was sagt die aktuelle Studienlage wirklich?
In den letzten Jahren konnten mehrere Humanstudien Mikroplastik im menschlichen Körper nachweisen.
Dazu gehören unter anderem (Studienlinks siehe unten):
Mikroplastik im Blut (Leslie et al., 2022)
Mikroplastik im Lungengewebe (Amato-Lourenço et al., 2021)
Mikroplastik in der Plazenta (Ragusa et al., 2021)
Diese Studien zeigen nicht, dass Mikroplastik automatisch krank macht. Sie zeigen jedoch, dass unser Körper täglich mit diesen Partikeln konfrontiert ist und sie verarbeiten muss. Was bei Lipödem wirklich sehr relevant ist, ist der Punkt der konventionelle Pflegeprodukte. Viele enthalten Mikroplastik oder synthetische Polymere – teils sichtbar, teils „versteckt“.
Beispiele dafür sind: Peelings & Scrubs, Duschgele & Shampoos, Bodylotions & Cremes, Make-up, Sonnenschutz, Plastikflaschen, Leitungswasser, Coffee to go Becher, verschiedene Kleidungsstücke, Plastikschneidbrettchen, bestimmte Supplement Kapsel und vieles mehr.
Studienlinks:
Mikroplastik im Blut
Leslie et al., 2022 – Environment International👉 Nachweis von Mikroplastik im menschlichen Blut
Mikroplastik in der Plazenta
Ragusa et al., 2021 – Environment International👉 Mikroplastikpartikel in menschlichen Plazenten nachgewiesen
Mikroplastik im Lungengewebe
Amato-Lourenço et al., 2021 – Environment International👉 Mikroplastik in menschlichem Lungengewebe gefunden
Mikroplastik & Entzündung
Wright & Kelly, 2017 – Environmental Science & Technology👉 Mikroplastik kann entzündliche Reaktionen und oxidativen Stress auslösen
Endokrine Disruptoren & Kunststoffe
Rochester, 2013 – Reproductive Toxicology👉 BPA und hormonelle Wirkmechanismen
Praktisches Tool: Inhaltsstoffe mit CodeCheck prüfen
Wenn du nicht jedes Inhaltsstoff-Latein auf Kosmetikprodukten entschlüsseln willst, nutze eine Scanner-App wie CodeCheck.
Du scannst einfach den Barcode und bekommst eine Einschätzung zu Inhaltsstoffen – inklusive Hinweisen auf potenziell bedenkliche Stoffe, z. B. bestimmte Konservierungsstoffe, Duftstoffe oder synthetische Polymere (umgangssprachlich oft als „Mikroplastik“ zusammengefasst).
Warum Lipödem-Gewebe anders reagiert als „normales“ Fett
Lipödem-Fett ist kein gewöhnliches Speicherfett. Es unterscheidet sich strukturell und funktionell von klassischem Fettgewebe. Es ist stärker durchblutet, entzündungsbereiter und lymphatisch sensibler.
Das erklärt, warum Frauen mit Lipödem oft berichten, dass sie auf Dinge reagieren, die andere kaum bemerken. Im Zusammenspiel von Mikroplastik und Lipödem können zusätzliche Belastungen schneller zu Wassereinlagerungen, Spannungsgefühlen oder Schmerzen führen – selbst dann, wenn Ernährung und Bewegung bereits optimiert sind.
Eine Klientin berichtete mir zum Beispiel, dass sie trotz konsequenter Ernährung immer wieder starke Abendödeme hatte. Erst als wir neben Darm- und Hormonarbeit auch Pflegeprodukte und Supplements auf cleane, mikroplastikfreie Alternativen umstellten, verbesserte sich das Druckgefühl deutlich. Solche Veränderungen sind individuell, zeigen aber, wie relevant die Gesamtheit der Belastungen sein kann.
Die Rolle endokriner Disruptoren verständlich erklärt
Endokrine Disruptoren wie Bisphenol A (BPA) oder Phthalate können an Östrogenrezeptoren binden oder hormonelle Signale imitieren. Sie kommen unter anderem in Kunststoffen, Verpackungen und auch in Kosmetik vor.
Gerade beim Thema Mikroplastik in Kosmetik bei Lipödem vermeiden lohnt sich ein genauer Blick. Pflegeprodukte werden großflächig und regelmäßig aufgetragen – oft genau auf die Areale, die beim Lipödem besonders sensibel sind. Nach dem Duschen ist die Haut besonders durchlässig – Stoffe können leichter aufgenommen werden.
Da Lipödem-Gewebe stark auf Östrogensignale reagiert, kann eine zusätzliche hormonelle Reizung bestehende Prozesse verstärken, ohne die Ursache der Erkrankung zu sein.
Im Zusammenhang mit Mikroplastik und Lipödem ist entscheidend, dass viele betroffene Frauen bereits ein sensibles hormonelles und lymphatisches System haben. Zusätzliche Reize können hier schneller spürbar werden als bei Menschen ohne Lipödem.

Entzündung als Verstärker
Lipödem ist häufig mit einer sogenannten Low-Grade-Entzündung verbunden. Damit ist keine akute Entzündung gemeint, wie man sie von Infekten kennt, sondern eine dauerhafte, unterschwellige Aktivierung des Immunsystems. Diese verläuft oft still und wird im klassischen Blutbild nicht immer sofort sichtbar, belastet das Gewebe aber kontinuierlich.
Man kann sich diese Form der Entzündung wie ein dauerhaft leicht eingeschaltetes Warnsignal vorstellen. Es ist nicht laut genug, um sofort Alarm zu schlagen, aber stark genug, um Stoffwechsel, Durchblutung und Schmerzempfinden langfristig zu beeinflussen. Genau das macht sie beim Lipödem so relevant.
Studien deuten darauf hin, dass Mikroplastik entzündliche Botenstoffe wie IL-6 oder TNF-α aktivieren kann. Diese Botenstoffe spielen eine zentrale Rolle in Entzündungsprozessen und beeinflussen unter anderem Schmerzempfinden, Wassereinlagerungen und die Durchlässigkeit von Gefäßen. Zusätzlich kann Mikroplastik den sogenannten oxidativen Stress erhöhen – also das Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und körpereigenen Schutzmechanismen.
Im Zusammenspiel von Mikroplastik und Lipödem bedeutet das: Ein Gewebe, das ohnehin schon entzündlich sensibel reagiert, bekommt zusätzliche Reize, die es schwerer ausgleichen kann. Die Folge können verstärkte Symptome sein – etwa mehr Schweregefühl, Druck oder Schmerz, selbst ohne erkennbare äußere Auslöser.
Viele Betroffene wundern sich, warum sie sich trotz gesunder Ernährung, Bewegung und Kompression an manchen Tagen „entzündeter“ fühlen als an anderen. Der Grund liegt oft nicht in einem einzelnen Faktor, sondern in der Summe kleiner Belastungen, die das entzündliche Gleichgewicht verschieben.
In meiner Arbeit spreche ich deshalb regelmäßig über entzündliche Marker und Blutwerte, die über das klassische Standardlabor hinausgehen – genau darüber schreibe ich auch in meinem Newsletter. Denn erst wenn man versteht, was im Körper leise im Hintergrund abläuft, kann man gezielt gegensteuern und Entlastung schaffen
Lymphsystem & Immunsystem
Alles, was nicht körpereigen ist – also auch Umweltstoffe wie Mikroplastik – muss vom Körper erkannt, gebunden und abtransportiert werden. Dabei arbeiten Immunsystem und Lymphsystem eng zusammen. Spezialisierte Immunzellen, sogenannte Makrophagen, nehmen Fremdstoffe auf und leiten sie in weitere Abbau- und Transportprozesse weiter.
Die Lymphe übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Sie transportiert Abfallstoffe, Entzündungsmediatoren und Zellreste aus dem Gewebe ab und bringt sie zu Leber und Nieren, wo sie weiterverarbeitet oder ausgeschieden werden. Ist dieses System gut funktionsfähig, kann der Körper solche Belastungen meist kompensieren.
Beim Lipödem ist das Lymphsystem jedoch häufig funktionell eingeschränkt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine klassische Lymphabflussstörung vorliegt, sondern dass die Reservekapazität geringer ist. Das Gewebe ist dichter, der Abfluss langsamer und die Transportwege stehen unter höherem Druck.
Im Zusammenspiel von Mikroplastik und Lipödem kann das dazu führen, dass Fremdstoffe und Entzündungsreaktionen nicht mehr so effizient abtransportiert werden wie bei Menschen ohne Lipödem. Das System gerät schneller an seine Grenzen.
Viele Betroffene beschreiben genau dieses Gefühl: Im Laufe des Tages nimmt ein Druck- oder Schweregefühl zu, die Beine fühlen sich „voll“ oder gespannt an. Besonders abends, wenn der Körper bereits einen ganzen Tag an Reizen verarbeitet hat, wird diese Überlastung spürbar – selbst dann, wenn ausreichend Bewegung stattgefunden hat oder die Ernährung bewusst gestaltet war.
Das liegt daran, dass sich Belastungen im Gewebe summieren. Nicht ein einzelner Faktor ist entscheidend, sondern die Gesamtheit aus hormonellen Reizen, entzündlicher Aktivität, Umweltstoffen und alltäglichem Stress. Beim Lipödem zeigt der Körper diese Überforderung oft früher und deutlicher an als bei anderen Menschen.
Genau deshalb ist es so wichtig, dort zu entlasten, wo es möglich ist: durch eine bewusste Reduktion zusätzlicher Reize, eine Unterstützung des Lymphflusses und einen ganzheitlichen Blick auf Lebensstil, Pflege und innere Balance.
Mikroplastik im Alltag – warum die Summe zählt
Wichtig zu verstehen ist: Mikroplastik und Lipödem hängen nicht an einer einzelnen Quelle. Entscheidend ist die Summe täglicher Kontakte, zum Beispiel durch Trinkflaschen aus Plastik, das Aufwärmen von Speisen in Kunststoffbehältern, synthetische Kleidung, Hausstaub oder Pflegeprodukte mit Mikroplastik.
Es geht nicht darum, alles zu vermeiden. Es geht darum, dort bewusst zu reduzieren, wo es einfach möglich ist.
Pflege & Supplements: Mikroplastik und Lipödem ganzheitlich entlasten
Ein oft unterschätzter Hebel im Umgang mit Mikroplastik und Lipödem ist die bewusste Auswahl von Pflege und Supplements – also alles, was täglich mit deinem Körper in Kontakt kommt.
Die Haut ist ein aktives Organ. Gerade nach dem Duschen ist sie gut durchblutet und aufnahmefähig. Mikroplastikfreie, hormonfreundliche Pflege kann helfen, die Hautbarriere zu schützen, statt zusätzliche Reize zu setzen.
Auch Supplements sollten den Körper unterstützen und nicht belasten. Cleane Produkte ohne unnötige Zusatzstoffe können insbesondere bei Entzündung, Darm- und Leberfunktion sowie oxidativem Stress sinnvoll sein.
Ich persönlich setze hier für meine Familie und mich seit 2020 auf die Firma Ringana. Diese Produkte werden frisch produziert und es wird konsequent auf Mikroplastik sowie problematische Zusatzstoffe verzichtet - und das seit 1996.
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Fazit: Mikroplastik und Lipödem bewusst angehen
Mikroplastik und Lipödem stehen nicht in einem direkten Ursache-Wirkungs-Verhältnis. Mikroplastik ist nicht der Auslöser der Erkrankung.
Aber Mikroplastik kann Prozesse verstärken, die beim Lipödem ohnehin sensibel reagieren: Hormone, Entzündung und der Lymphfluss.
Die Vorteile einer bewussten Entlastung können sein:
weniger entzündliche Reize
ein entlastetes Lymphsystem
mehr Körpergefühl und Selbstwirksamkeit
Deine nächsten Schritte: Probiere mikroplastikfreie Pflege und cleane Supplements aus und melde dich für meinen Newsletter an, wenn du regelmäßig fundierte Infos rund um Lipödem, Hormone und ganzheitliche Gesundheit erhalten möchtest.
Denn es geht nicht um Perfektion –sondern darum, deinem Körper zu zeigen: Ich entlaste dich dort, wo es möglich ist.





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